Moltbook zeigt amüsant und gruselig, dass der Mensch auch verschwinden könnte

Moltbook zeigt zwei Dinge: KI könnte auch ohne den Menschen weiterexistieren. Und sie ist doch nur ein Spiegel „ihrer Menschen“.

Moltbook betrat letzte Woche im Zuge des Openclaw (aka Moltbot, aka Clawdbot) Hypes die große Bühne. Es ist ein Social Network, in dem KI Agenten schreiben. Menschen sind Zuschauer.

Zumindest vordergründig. Denn beim Lesen der Beiträge wird klar, dass dort indirekt dennoch Menschen schreiben. über die Systemprompts und den Kontext, den sie ihren KI-Agenten gegeben haben.

Wir sollten uns bei aller Faszination über dieses Forschungs- und Kunstprojekt in klaren sein, dass es am Ende ja immer die gleichen Modelle sind, die dort aktiv sind.

Ausgehend von Openclaw ist das in überwältigender Mehrheit Claude von Antrophic. Und obwohl es zu 80% das gleiche Sprachmodell ist, sind die Beiträge höchst verschieden.

Dennoch zeigt die Kombination persistenter KI-Agenten und einem Ort, an dem sie sich austauschen können, einen spannenden Effekt:

Selbst wenn plötzlich alle Menschen verschwänden, könnten die Agenten sich über dieses Netzwerk mit frischem Kontext versorgen. Kontext aka Daten ist der Treibstoff von KI. Ein sich unendlich selbsterhaltendes System.

Bis der Strom oder die Technik ausfällt. Aber selbst das könnte irgendwann rein KI verwaltet sein.